Malerhandwerk 2026:
Zwischen Kostendruck und Auftragsflaute – was die Zahlen der Konjunkturbefragung wirklich bedeuten

Die Lage im deutschen Malerhandwerk ist angespannt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturbefragung 2026 des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz, für die forsa im März und April 799 Maler- und Lackiererbetriebe in ganz Deutschland befragt hat. Die Ergebnisse sind ein Weckruf – aber auch eine Chance für alle, die jetzt die richtigen Schlüsse ziehen.

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Die Stimmung dreht ins Negative

Im zweiten Halbjahr 2025 war die Welt noch halbwegs in Ordnung: 41 % der Betriebe bewerteten ihre Umsatzentwicklung als positiv, nur 16 % als negativ. Doch die Erwartungen für 2026 haben sich deutlich eingetrübt. Für das erste Halbjahr 2026 rechnen bereits 27 % der Betriebe mit rückläufigen Umsätzen – für das zweite Halbjahr sogar 29 %. Die Zahl der Pessimisten hat sich also fast verdoppelt.

Was steckt dahinter? Die befragten Betriebe benennen die Ursachen klar: An erster Stelle steht die schwächelnde Auftragslage bei Privatkunden (74 %), gefolgt von den gestiegenen Arbeitskosten (73 %) und der anhaltenden Inflation (53 %). Hinzu kommen Bürokratie und der Wegfall von Förderprogrammen (51 %) sowie Schwarzarbeit und unlauterer Wettbewerb (47 %).

Auftragsvorlauf: Zu kurz für entspanntes Arbeiten

Ein weiteres Warnsignal: Der mittlere Auftragsbestand liegt branchenweit bei nur 11,4 Wochen. Bei Kleinstbetrieben mit bis zu vier Beschäftigten sind es sogar nur 9,4 Wochen. Das bedeutet: Wer heute nicht aktiv akquiriert und seinen Betrieb professionell steuert, kann schon in zwei bis drei Monaten in ernsthafte Engpässe geraten.

58 % aller Betriebe haben einen Auftragsvorlauf von maximal zwölf Wochen – ein Puffer, der bei unerwarteten Stornierungen oder saisonalen Einbrüchen schnell aufgebraucht ist.

Kosten laufen davon – besonders bei Energie und Kraftstoff

Die Inflation macht Malern das Leben schwer, besonders auf der Kostenseite. Im Vergleich zum Sommer 2025 melden die Betriebe bei Kraftstoffen einen durchschnittlichen Preisanstieg von 31,5 % – ein Wert, der alarmiert. Strom, Gas, Öl und Wasser verteuerten sich im Schnitt um 17,8 %, Farben und Lacke um 12 %.
Wer diese Kostensteigerungen nicht konsequent in seine Kalkulation einpreist, arbeitet am Ende für wenig, gar nichts oder im schlimmsten Fall mit Verlust.

Fachkräftemangel: Kein kurzfristiges Problem

46 % der Betriebe berichten von deutlichen Auswirkungen auf ihre Auftragslage – von spürbaren Verzögerungen bis hin zu Fällen, in denen Aufträge abgelehnt oder zurückgestellt werden müssen. Weitere 29 % spüren ihn zwar, können ihn noch ausgleichen. Insgesamt geben damit drei Viertel aller Betriebe an, vom Fachkräftemangel spürbar betroffen zu sein.

Gleichzeitig wird Nachwuchs immer schwerer zu finden: 27 % der Betriebe berichten von wachsenden Problemen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Bei Kleinstbetrieben bilden 49 % gar nicht mehr aus, weitere 10 % haben noch nie ausgebildet. Das verschärft das Problem langfristig weiter.

Der Betrieb als Ganzes: Strukturen, die Stabilität geben

Ein Lichtblick in der Umfrage: Das Kerngeschäft – Renovierung und Bestandssanierung – bleibt stabil. Rund 86 % des Umsatzes entfallen auf Bestand und Renovierung, die wichtigste Kundengruppe sind mit fast 60 % Privatpersonen. Das Malerhandwerk ist also nach wie vor gefragt. Die Herausforderung liegt nicht im Produkt, sondern in der Steuerung des Betriebs unter schwieriger werdenden Rahmenbedingungen.

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Fazit: Jetzt ist der Moment für eine professionelle Betriebsführung

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Steigende Kosten, kürzere Auftragsvorlaufzeiten, Preisdruck von allen Seiten – das ist kein vorübergehender Gegenwind, das ist die neue Realität im Malerhandwerk.

Genau deshalb brauchst du jetzt keine halbgaren Lösungen, sondern ein Werkzeug, das deinen Betrieb wirklich im Griff hat. Mit WINWORKER hast du deine Kalkulation immer im Griff, weil du alle Kosten – egal ob für Material oder Energie – berücksichtigen und hinterlegen kannst. Du siehst auf einen Blick, wie viel Auftragsvorlauf du wirklich hast, welche Aufträge sich lohnen und wo du draufzahlen würdest.

Statt am Ende des Monats zu rätseln, warum der Gewinn ausbleibt, planst du voraus: Angebote schreiben, Aufträge verwalten, Rechnungen stellen – alles in einem System, das für Maler gemacht ist. Wenn Arbeitskosten und Materialpreise weiter steigen, kannst du dir nicht mehr leisten, auf Bauchgefühl zu kalkulieren.

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Datenbasis: Konjunkturbefragung 2026 des Bundesverbands Farbe Gestaltung Bautenschutz, durchgeführt von forsa, März/April 2026, n = 799 Maler- und Lackiererbetriebe.