Artikel erschienen im Malerblatt 12/2017

Note „Sehr gut“

In Oranienburg, nördlich von Berlin, ist der Sitz des Malerbetriebs Prosetzky. Der engagierte Malermeister führt seinen Betrieb erfolgreich in der zweiten Generation, ist im Verband tätig und begeistert die Kunden mit der effizienten und qualifizierten Arbeit seines Teams.

Das Team von Malermeister Thoralf Prosetzky (l.) überzeugt mit handwerklichem Können und guter Organisation.

„Wir bringen Farbe“ – das ist das Motto des Malerbetriebs Prosetzky. Das Logo des Betriebs zeigt dies deutlich: Zwischen zwei schwarz-weißen Zebras tummelt sich eines in Regenbogenfarben. Thoralf Prosetzky setzt mit seinem sechsköpfigen Team farbige Akzente in privaten Wohnungen und an Fassaden. Auch gewerbliche Kunden beauftragen ihn für Industrieanstriche und Bodenbeschichtungen. Außerdem gehören Tapezier- und Bodenlegearbeiten zum Angebot des Malerbetriebs aus Oranienburg.

Der Betrieb besteht schon seit 40 Jahren. Im Jahr 2002 hat der Malermeister die Leitung der Firma von seinem Vater Klaus übernommen. Seither hat sich die Firma Prosetzky einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Davon zeugt auch die Bewertung der Kunden im qih-Qualitätssiegelverfahren: Dort kann er die Note sehr gut (1,16) vorweisen! „Über eine solche Bewertung freuen wir uns natürlich“, betont der Malermeister. „Sie ist uns Ansporn, weiter unseren Prinzipien der Qualität und Nachhaltigkeit treu zu sein – das heißt, hochwertige Materialien einzusetzen und sie durch gut ausgebildete und erfahrene Malergesellen verarbeiten zu lassen.“

Digitale Unterstützung

Wichtig ist ihm auch eine gute Beratung der Auftraggeber, damit er deren Wünsche bestmöglich umsetzen kann. Thoralf Prosetzky engagiert sich für das Malerhandwerk, er ist Innungsobermeister im Bezirk Oberhavel und Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband Berlin-Brandenburg. Wie bekommt er das bloß alles unter einen Hut? Das funktioniert nur dank einer guten Organisation seines Betriebs. Heute geht das nicht mehr ohne die passende digitale Unterstützung.

Seine Frau Aleksandra ist für die Lohnbuchhaltung zuständig, er erledigt alle anderen Aufgaben im Büro. Einige Zeit hat er mit einer einfachen Bürosoftware gearbeitet, auf Dauer war er aber wegen der fehlenden Verknüpfung zu mobilen Anwendungen nicht zufrieden. Auf einer Messe in Hamburg hat er dann die WinWorker Software kennengelernt, die auch eigene mobile Apps im Portfolio hat.

Nun schreibt er mit der Software im Büro seine Angebote und Rechnungen, verwaltet seine Adressen und die Projekte. Im Programm enthalten sind unter anderem auch eine umfassende Baustellenvorbereitung und das Mahnwesen. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gehalten und an aktuelle Windows-Produkte angelehnt. „Ich bin ein visueller Typ, eine ansprechende, moderne Optik und komfortable Bedienung waren mir wichtig bei der Auswahl“, erzählt der Malermeister.

Mobil unterwegs

Thoralf Prosetzky nutzt das mobile Aufmaß für nahezu alle Projekte.

Hinzugefügt zur Software hat er mehrere mobile Anwendungen: Da wäre zunächst die WinWorker App. Prosetzky: „Ich habe sie erst einmal als Demo getestet und dann – weil sie mich mit ihren vielen Funktionen überzeugt hat – auf einer Messe gekauft. Damit habe ich alle meine Projektdaten, Angebots- und Rechnungsdokumente unterwegs auf dem Smartphone dabei, super!“ Auch die Adress-Suche nutzt er unterwegs häufig. Weitere Funktionen sind beispielsweise mobile Formulare, Terminkalender und die mobilen Aufgaben.

Die App ist sein täglicher Begleiter, zum Beispiel auch bei den Einsätzen des Teams in einer Einrichtung der Caritas. Im dortigen Wohnheim und der angeschlossenen Werkstatt für Behinderte gibt es regelmäßig etwas zu tun. Wenn dort ganze Gebäudeabschnitte neue Farbe nötig haben, erfasst Thoralf Prosetzky die Massen mit seinem mobilen Raumaufmaß. Diese App ist ebenfalls an die Software angebunden, läuft aber über das iPad, das mit seinem im Vergleich zum Smartphone größeren Bildschirm ideale Voraussetzungen für die grafisch orientiere App bietet.

In Verbindung mit einem Lasermessgerät ermittelt der Malermeister Wand für Wand und Raum für Raum zügig die Aufmaßdaten – immer passend zum Projekt. Dafür sind jeweils nur wenige Fingertipps notwendig. So entstehen die aufgemessenen Räume Schritt für Schritt neben der zweidimensionalen Zeichnung auf virtuellem Millimeterpapier auf dem Bildschirm auch in einer dreidimensionalen Version – in den korrekten Größenverhältnissen.

Mit dem Finger

Via Lasermessgerät ist jeder Raum zügig aufgemessen. Besonders anschaulich ist die 3D-Ansicht.

Bauteile wie Fenster und Türen werden aus einer Auswahlleiste mit dem Finger auf die jeweilige Wand geschoben und dann genau bemessen. Wenn notwendig, dann unter automatischer Beachtung der VOB. Bei mehreren gleichartigen Fenstern, wie in dem großen Werkstattraum, können die Bauteile auch ganz einfach kopiert werden.

„Das Raumaufmaß ermöglicht einen super Workflow, es gibt im Vergleich zur händischen Erfassung mit Papier und Stift keine Lese- oder Schreibfehler mehr bei der Übertragung. Alles wird eins zu eins in das WinWorker Aufmaß im Büro überspielt“, erläutert Prosetzky zufrieden. „Ein Clou: Die App erkennt dank Lagesensor im Messgerät automatisch, ob ich die Höhe oder Breite eines Bauteils messe und übernimmt die Daten entsprechend. Und die 3D-Ansicht der Räume ist wirklich richtig anschaulich.“

Um effizient mit dem Raumaufmaß arbeiten zu können, hat Thoralf Prosetzky an einem Workshop zum Thema teilgenommen. Dort konnte er im kleinen Kreis alles ausprobieren und hat nützliche Tipps und Kniffe gelernt. Jetzt spart er im Vergleich zur früheren Vorgehensweise jede Menge Zeit.

Mitschreibung via Smartphone

Auch die Arbeitszeiten werden im Malerbetrieb mobil mit dem Smartphone erfasst.

Apropos Zeit: Auch die Arbeitszeiten werden in dem Oranienburger Betrieb mobil erfasst. Dafür hat der Malermeister seine Mitarbeiter mit Smartphones ausgestattet, auf denen sie ihre Zeiten buchen. Es werden die Arbeitszeiten, Pausen und Fahrzeiten sekundengenau mitgeschrieben, immer passend zum jeweiligen Projekt, das auf den Smartphones angewählt werden kann. „Weil die Handhabung so komfortabel ist, haben meine Leute von Anfang an gut mitgezogen, es ist ja auch für sie eine Erleichterung im Vergleich zum lästigen Ausfüllen der Stundenzettel“, so Thoralf Prosetzky.

Die erfassten Daten nutzt er natürlich zum einen für die Lohnbuchhaltung – wenn seine Frau die Daten aus der Software übernimmt, sind sie schon perfekt vorbereitet für die Weitergabe. Zum anderen ist Prosetzky dankbar für die übersichtlichen Listen, die er mit wenigen Klicks erstellt: „Wir sind schon häufiger auch durch den Zoll geprüft worden und konnten alle geforderten Nachweise ohne großen Aufwand sofort vorlegen.“

Alles im Blick

In der Ressourcenplanung von WinWorker kann er anhand farbiger Balken auf einen Blick sehen, inwieweit der Betrieb ausgelastet ist. „Auch wenn ich bei meiner Analyse nicht bis ins letzte Detail gehe, weiß ich doch immer, wo mein Betrieb ungefähr steht, das ist mir wichtig“, betont der Malermeister.

Auch in anderer Hinsicht überlässt er nichts dem Zufall: Er hat seinen Betrieb fit gemacht für eine Steuerprüfung nach den GoBD: Er hat unter anderem das GoBD-Maßnahmenpaket von WinWorker installiert und eine Verfahrensdokumentation erstellt. Damit ist er in der Region erst einer von wenigen, die sich gekümmert haben, musste er feststellen. „Als Innungsobermeister und Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband möchte ich dort das Thema GoBD auch noch einmal bekannter machen und die Kollegen sensibilisieren“, hat sich der rührige Malermeister vorgenommen.

Kontakt: Malermeister Thoralf Prosetzky, www.wir-bringen-farbe.de

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